Der zweite Weltkrieg
Die ereignisvolle Geschichte der Höhle der Untergetauchten´
Unter einer Sanddüne auf dem Landgut Berkenheuvel liegt ein Kriegsmonument. Dieser stockdunkle Raum ist eine konkrete Erinnerung. Der Raum wird von Balken und Wänden aus kleinen hölzernen Pfählen gestützt. Es ist die vierte Version eines Unterschlupfs aus den letzten Jahren des zweiten Weltkriegs. Am Anfang war es ein einziger Raum, eine Höhle, ausgegraben von jungen Knaben aus Diever, die sich vor dem Besatzer verstecken mussten. Einer von ihnen, Fokke Hessels, ließ sich den Namen Wigwam einfallen, aus seinen Indianergeschichten. Es blieb jedoch nur eine Höhle im Boden in einem ausgedehnten Wald. Nachdem die Razzien immer mehr zunahmen, wurde die Notwendigkeit, sich zu verstecken, immer gröβer. Der gut getarnte Unterschlupf wurde jetzt ständig gebraucht und weiter zu einer ,Höhle der Untergetauchten' vergröβert. Ärztliche Hilfe und die Bevorratung kamen von Freunden aus der Umgebung. Ab und zu war der Unterschlupf der Stützpunkt für illegale Aktionen gegen den Besatzer. 1944 wurden dort wochenlang zwei amerikanische Piloten von einem niedergeschossenen Bombenflugzeug versteckt, bis sie von der Untergrundbewegung sicher weitertransportiert werden konnten.
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Höhle der Untergetauchten Berkenheuvel
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Verrat
Inzwischen wussten oder vermuteten zu viele Menschen etwas von der Höhle der Untergetauchten und Amerikanern in den Wäldern. Der Besatzer war auch ständig auf der Jagd. Durch Verhaftung verschiedener Leute, kam man an Informationen. Am 22. November 1944 überfiel ein deutsches Soldatenkommando den Unterschlupf und nahm alle gefangen. Später wurden noch Helfer festgenommen und abgeführt. Für acht Männer bedeutete das den Tod. Eine Gedenktafel am Eingang der Höhle der Untergetauchten beschreibt ihre Geschichte.
Nach dem Krieg schauten sich viele Leute die Reste der Höhle an. Um Unglücke zu vermeiden (Einsturz), hat man Restaurierungsarbeiten ausgeführt. Der Unterschlupf bekam den Namen ,Höhle der Untergetauchten'. Die früher so schwierig zu findende Stelle ist jetzt zugänglich, sodass sie ihre wichtige erzieherische Funktion als Kriegsmonument mitten in der Natur' erfüllen kann.
Es war nicht der einzige Unterschlupf für Untergetauchte in Drenthe und Umgebung. Es hat Dutzende in Wald und Feld gegeben, wovon die wichtigsten - gut fünfzig Jahre später - bekannt blieben. In den Niederlanden hat Hilfe an Untergetauchte bedeutet, dass zahlreiche Leben, worunter die von 16.000 jüdischen Mitbürgern, gerettet worden sind und dass Nazi-Deutschland 300.000 Arbeitskräfte vorenthalten worden sind.
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Kriegsmonumente Wapserveld
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Noch mehr Kriegsmonumente
Auf dem Wapserveld steht ein Monument zur Erinnerung an sechs junge Männer, die am 8. September 1944 vom deutschen Besatzer getötet wurden. Ein siebtes Opfer überlebte die Schüsse, wurde allerdings bleibend invalide. Die Jungen gehörten zu einer Gruppe Männern, die aus dem Arbeitslager in Vledder geflüchtet waren. Der Sicherheitsdienst fand die Gruppe und tötete die Männer an dieser Stelle in der Heide. Das Monument kann frei besucht werden. Sie finden es am Huenderweg (Doldersum-Wateren).
Im Naturgebiet Hoekenbrink ist auch ein Kriegsmonument errichtet worden. Hier ist am 22. Oktober 1943 ein kanadisches Flugzeug abgeschossen worden. Die sieben Besatzungsmitglieder sind umgekommen. Sie sind auf dem allgemeinen Friedhof von Diever beerdigt worden.